Wolfsrealm

 

 

Was ist ein Rollenspiel - RPG?

Unter RPG Versteht man RolePlayGame - zu deutsch 'Rollenspiel'.
Viele, die Rollenspiele zu erklären versuchen, bringen das Beispiel mit einem Buch.
Man stelle sich vor, wir lesen ein spannendes Buch. Wir wissen während des Lesens noch nicht, was im Verlauf der Geschichte geschehen wird und wie oft passiert es, dass man während dem lesen, anders als die Hauptperson/-en reagieren würde. Beim Rollenspiel nun, übernimmt man diese Hauptrolle, in einer eigenen Art von Buch, dessen Verlauf man mitbestimmt. Vor allem geht es aber darum, eine Rolle zu spielen. Man wählt sich einen Charakter, die Spielfigur, und haucht diesem Leben ein. Sobald ihr also den Chat betretet mit dem Hintergrund, ein Rollenspiel zu spielen, und einen geeigneten Partner zum spielen gefunden habt, ist es der Charakter der agiert und handelt - die Figur erhält quasi eine selbstständige Persönlichkeit - und der Spieler selbst rückt in den Hintergrund.

Ebenso ist es wichtig, seine Charaktere gegenüber zu akzeptieren und zu respektieren. Niemals sollte man den Fehler begehen, nur weil das Wesen, welches dem eigenen Char gegenübersteht, schwächer oder weiblicher Natur ist, sich herausnehmen zu können diesen mitzusteuern, oder im schlimmsten Fall gefügig zu machen. Vergewaltigungen, auch virtueller Natur, gehören nicht in ein Rollenspiel und sollten tunlichst vermieden werden. Davon ab, sollte man nicht auf Verständnis bei Channelmoderatoren hoffen, wenn sie letzteres bemerken ! Rollenspiele, hier im Forum, sind nicht sexueller Natur gedacht, also weder Lack&Leder noch sonstiges; auch nicht das ausspielen irgendwelcher solcher Neigungen, oder sexueller Kontakte. Sollte dies jedoch vorkommen wird verwarnt oder gebannt (gelöscht).

 

Wie bilde ich einen Charakter zum mitspielen?

Sicherlich sollte man sich im klaren darüber sein, was für Fantasygestalten einem am meisten Spaß machen. Lest ihr gerne viele Bücher über, bzw. mit Vampiren? Nunja, in dem Falle habt ihr ein gewisses Grundwissen über diese und es wäre sicherlich von Vorteil auch einen solchen Charakter zu wählen, von dem man vieles weiß. Zudem sollte man sich darüber im Klaren sein, was für Stärken und - das ist sehr wichtig - Schwächen das Volk des gewählten Charakters besitzt.
Grundlegend lässt sich sagen, desto informierter man über den eigenen Charakter und seiner "Rasse" ist, desto glaubwürdiger spielt man ein Rollenspiel. Infomaterialien findet man in Büchern, Filmen und/oder im Internet, oder vielleicht findet sich ja auch jemand im Chat, der sich gut auskennt.
Wollte man also einen Elben spielen, dann sucht man sich z.B. folgende Informationen heraus:
~Was für Elben gibt es?~
~Was zeichnet die einzelnen Elbenarten aus?~
~Was für Fähigkeiten haben die Elben, eurer ausgewählten Art?~ etc.
Das ganze lässt sich natürlich auch auf jedes andere Volk beziehen (Vampire, Engel, Dämonen...)

 

Warum ein Charakterbogen, gar nicht so übel ist.

Ein ausführlicher Charakterbogen hat viele Vorteile. Zum einen verleiht er einem, eine gewisse Sicherheit im Umgang mit seinem Char, zum anderen verleiht er dem Charakter eine gewisse Tiefe. Besitzt man einen Charbogen für sein Werk, kann man sich dennoch überraschen lassen, wie tief man sich selbst in dieses fallen lassen kann, wie viel man plötzlich über seine Eigenschaften und Fähigkeiten weiß und wie sehr sein Lebenslauf einen beeinflusst, bei dem was man mit seinem Char anstellt.

 

Wie soll man sich einen Charbogen vorstellen?

Name: Hierzu bitte den Punkt über die Namen beachten ;o)
Geschlecht: männlich oder weiblich
Alter: Wie alt ist Dein Charakter

Volk: Handelt es sich bei Eurem Char um einen Elben, Elfen, Zwergen, etc.
Herkunft: Land und Stadt oder Dorf (kann frei erfunden sein)
Aussehen: Je mehr man dazu aufschreibt, desto realistischer wird das Bild von einem Char
Charakter/Einstellung/Fähigkeiten: (Stärken/Schwächen, mit welchem Volk kann er gut, mit welchem weniger etc., Was für Fähigkeiten (Völkerbedingt) hat der Char etc.)
Waffen: Man bedenke immer, dass einem Char auch nur Waffen zu geben sind, mit denen er umgehen kann, so dürfte es einem Elben schwer fallen mit einer Zwergen-Wurfaxt
umzugehen ggf. Beruf: Ist der Char ein Waldläufer der seine Nahrung und Unterkunft im freien findet oder ein Schmied, der sich damit auskennt Waffen in Perfektion herzustellen,
dafür aber seinen festen Wohnsitz in einer alten Schmiede hat? Lebenslauf: (Der Lebenslauf sollte beinhalten, was für eine Lebensgeschichte der Char bis dato hat, sprich was er erlebt
hat, was ihm passiert ist, in wie weit das erlebte auf die Charakterbildung einwirkt etc... )

Man achte darauf den Char so ausführlich wie möglich zu beschreiben, denn das verleiht ihm eine gewisse Tiefe, und hilft dem Spieler und anderen ihn besser einzuschätzen, am besten versetzt man sich dazu in die Lage des Chars in der dieser gerade steck. Hierzu sollte man einfach sein gesamtes Phantasiepotential ausnutzen, denn nichts anderes ist mit Rollenspielen verknüpft.

Das Wichtigste:
Hat man alles geschafft, muss man seinen Char jetzt nur noch leben lassen und man wird sehen, dass er bald eine Art Eigenleben bekommt, dass man respektieren wird und ob dessen Entscheidungen und Verhaltensweisen zu ihm passen oder nicht. Je besser man ihn kennt, desto besser kann man ihn spielen, und man wird verblüfft sein, wie viel man über ihn noch
erfahren kann, ohne das man es am Anfang erwartet hätte.
Sei gespannt und liebe was du geschaffen hast, denn es kommt von dir.

 

Namensgebung von Charakteren:

Zu der Namenswahl soll an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen werden, dass es sich am besten um einen ordentlichen Namen handeln sollte. Ein Name wie, XXX der Mensch oder XXX der Blinde, würde vieles an Rollenspielerischer Tiefe nehmen. Wieso? Ganz einfach, wenn man zum erstenmal auf einen Charakter trifft, möchte man doch vieles neu über den gegenüberstehenden Charakter erfahren. Sollte man aber schon im Namen sehen, dass dieser blind ist, so ist man schon darauf gefasst und das herausfinden, dass dieser Umstand so ist, also das spannendste an dem Char, der es vielleicht wahnsinnig gut verbergen konnte und dem eigenen Char das nur durch einen dummen Zufall aufgefallen wäre, geht verloren. Man
nimmt sich die Tiefe des eigenen Charakters, durch falsche Namensgebung weg, und mal ehrlich, im realen Leben nennt sich doch auch niemand Fritz der Langohrige, oder ähnliches.
Man wählt am besten Namen, die zu dem eigenen Charakter passen würden.

Beispiele hierzu: Bilbo Beutlin (Vor- und Nachname), Streicher (einfacher Spitz-/Waldläufername), Tar-Minyatur (Hinweis auf einen Numenorischen König durch das Tar und Wahlname des Königs durch das Minyatur, der natürlich als Vorname gewertet werden kann, aber nicht muss). Für viele Völker gibt es Namenslisten, die man im Internet finden kann, seien es Vampire, Drow oder andere Wesen.

 

Warum sollte man keine Buch- oder Filmstar-Charaktere erstellen?

Ein Buch oder Filmchar, hat eine vorbestimmte Rolle, ein vorbestimmtes Aussehen und meistens auch ein vorgegebenes Verhaltensmuster, wonach er/sie interagiert. Dies nimmt den Spielern eines solchen Chars, jegliches Maß, diesen frei zu gestalten und entfalten. Zudem werden die Charaktere aus Filmen und Büchern oft als unbesiegbar hingestellt (sind ja Hauptrollen ^^), selbst wenn sie alleine gegen eine Horde von Feinden kämpfen müssen.
Beim Rollenspiel ist man jedoch niemals unbesiegbar! Bei der Wahl eines solchen Charakters werden also schon einige Spieler zu Powergemern, ohne dies wirklich zu beabsichtigen, da sie versuchen den Char genauso wie im Buch/ Film beschrieben darzustellen, natürlich ist anzumerken, dass es auch Ausnahmen gibt. Wir spielen hier Fantasy-Rollenspiele, dazu benötigt man schon ein gewisses Maß an Phantasie, also wieso sollte man diese nicht schon bei der Erstellung eines Charakters nutzen? ;o)

 

Was ist eigentlich dieses Powergaming - PG?

Powergaming, oder PG, wird als Wort immer dann vorkommen, wenn ein Charakter übermächtig ist, er also niemals von irgendetwas verwundet oder getroffen werden kann, aber auch genauso dann, wenn ein Charakter im Kampf, seinem gegenüber keine Chance lässt zu reagieren. Natürlich ist es in manchen Fällen (die Ausnahmen) erlaubt, oder unumgänglich, dies jedoch muss mit dem anderen Spieler abgesprochen sein. Man sollte immer nach dieser Leitformel agieren:

Euer Charakter versucht dem Gegner einen Schaden zuzufügen, der Gegner bestimmt, wie groß der Schaden ist !!!

Charakter A schlägt mit aller Kraft in den Bauch von Charakter B (Powergaming)
Charakter A versucht mit aller Kraft in den Bauch von Charakter B zu schlagen (kein PG)
In Beispiel 1, lässt man Charakter B keine Chance zu reagieren, denn wenn er erst mal getroffen ist, ist es schwer auszuweichen! In Beispiel 2, hat der Gegenüber, sprich Charakter B, die Chance zu reagieren, da Charakter A ja nur versucht hat diesen zu schlagen. Die Optionen von Charakter B in diesem Fall sind um einiges größer, er könnte den Schlag mit einer Hand aufhalten, abwehren, getroffen werden, sich abrollen, die Beschleunigungsgeschwindigkeit von Charakter A ausnutzen um eine Gegenattacke zu fahren usw. Also man sieht gleich, Beispiel 2 ist fairer seinem Gegner gegenüber. Zu beachten hierbei ist jedoch, dass Charakter B nicht immer ausweichen sollte, denn dann wäre dieses Verhalten wiederum Powergaming.
Powergaming ist es ebenso, wenn man die Geschicke seiner Mitspieler mitbestimmt, sie sozusagen mitspielt, so dass der gegenübersitzende Spieler kein Mitbestimmungsrecht besitzt. Auch dies sollte tunlichst vermieden werden, denn niemand möchte doch, dass sein Charakter einem anderen bedingungslos "hörig" sein muss.

 

PG in seiner schlimmsten Form, oder auch Playerkilling (PK):

Das grundlose und sinnlose Töten eines Spielers ohne rollenspielgerechten Hintergrund und ohne den anderen Charakteren eine Chance zu lassen (PK, Playerkilling) scheint zwar ein Volkssport geworden zu sein, aber bei uns im Chat ist es ebenso unerwünscht wie Powergaming. Es wird, da es nicht rollenspielerisch, einwandfrei begründbar ist, sicherlich geahndet werden. Vor allem, durch Nichtbeachtung weiterer Taten des Playerkiller Charakters. Man sollte lernen zu begreifen, dass alles was man seinem Charakter nicht antun will, auch keinem anderen antut, egal wie weit "mächtiger" der eigene Char doch ist. Und man sollte bedenken, es könnte sich jemand die Mühe gemacht haben einen Charakter über Monate oder Jahre hin zu entwickeln, diesem den Tod auf diese Art und Weise zu bringen kann meist schlimme Folgen für den Entwickler des Char's mit sich bringen, denn oftmals steckt viel Mühe, Arbeit, Erfahrung und Liebe von diesem in seinem Werk, dass sollte man niemals vergessen

 

Schlusswort:
Das ist soweit alles, was man wissen sollte. Dies sind natürlich nur Grundsteine für ein gutes Rollenspiel, jedoch kannst du auch deine eigenen Spieltechniken entwickeln und sie
individuell(= einzigartig) gestalten. Achte nur darauf, dass nicht jedes Spiel ausschließlich dir Spaß machen soll, sondern auch den anderen mit denen du spielst.

Original von Waechterin